Wer noch etwas hat, dem wird genommen
Steuervorschlag: Immobilien höher besteuern
Die Politik ist bekanntlich ständig auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Jetzt hat Marcel Fratzscher wieder einen besonders kreativen <Vorschlag präsentiert: Immobilien könnte man doch einfach stärker besteuern.
Die Begründung ist bemerkenswert ehrlich. Während anderes Kapital schnell irgendwo auf der Welt verschwindet, gelten Immobilien als ideales Ziel. Ein Haus lässt sich schließlich nur schwer ins Ausland verlagern. Wer Grund und Boden besitzt, ist also ein dankbares Objekt für neue Abgaben.
Und natürlich soll der Griff in die Tasche nicht nur einmal erfolgen, sondern möglichst regelmäßig:
starke, regelmäßig aktualisierte Grundsteuer sowie eine konsequente Besteuerung von Wertsteigerungen bei Immobilien
Man kann sich lebhaft vorstellen, wie solche „Aktualisierungen“ in der Praxis aussehen: Die Bewertungen steigen und mit ihnen die Steuerlast.
Da die Grundsteuer zudem auf die Mieten umgelegt werden kann, dürfte das Ganze wenig überraschend auch bei den Mietern ankommen. Wenn die Mieten dann wieder steigen, wird die Politik vermutlich betreten dreinschauen, ein paar Krokodilstränen verdrücken und anschließend auf die „gierigen Vermieter“ zeigen.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Umlage der Grundsteuer auf die Mieter verschwindet. Außer es gäbe grundgesetzliche Probleme.
Grüße
Paul