Siemens Hauptversammlung 2026
Endlich wieder in Präsenz, ein paar Eindrücke von der Siemens HV.
Die letzte Siemens HV, die ich besucht hatte, war 2019. 2020 fand diese nochmal ein Real statt, dann kam Corona und man blieb beim virtuellen Format. Muss man sich nicht mit den Aktionären vor Ort und den vielen Fragen herumärgern.
Endlich wieder in Präsenz
Im letzten Jahr wurde, von den Aktionären, beschlossen, dass die HV nun wieder in Präsenz stattzufinden hat. Bock hatten die Leute nicht wirklich, wenn man wollte sich das virtuelle Format gleich wieder genehmigen lassen. Hat dann bei Abstimmung auch geklappt, der Vorschlag wurde angenommen. Also mal schauen, was nächstes Jahr stattfindet.
Olympiahalle
Die HV fand wieder in der Olympiahalle statt. Die Anreise mit der Bahn war eine Katastrophe.
Neu war, dass die Sicherheitsvorkehrungen nach oben geschraubt wurden. Rucksäcke und selbst kleine Taschen mussten draußen bleiben. Das sorgte für ordentlich Stau beim Einlass. Mein Laptop blieb damit draußen, was mich schon dezent nervte, da ich gerne etwas arbeite, nebenbei und mir auch Notizen mache oder den Blogartikel hier anfange.

Leider nur ein weiteres Zeichen, wie sehr sich Deutschland die letzten 11 Jahre verändert hat.
Ansonsten war alles beim Alten. Die Verpflegung war das übliche Hallen-Finger-Food, Leberkässemmel, Würstel, Kaffee, Kuchen. Nicht besonders, aber auch nicht schlecht. Die Halle war halbwegs gut befüllt, gab genug Platz.

Die HV, Lob, China-Tempo
Die Herren des Vorstandes präsentierten Zahlen, Ergebnisse und neue Produkte. Das war durchaus gut gemacht. Wer zwischen den Zeilen liest, merkt, dass auch hier Deutschland auf dem absteigenden Ast ist. Siemens ist zwar ein deutsches Unternehmen, neue Produkte, so betonte man, werden inzwischen auch in China sehr erfolgreich, schnell und günstig produziert und neuerdings auch entwickelt. Man darf sich also Sorgen machen…
Ein paar bekannte Gesichter hab ich ebenfalls getroffen. Martin vom Börsenstammtisch Augsburg, Thomas Anton Schuster.
Hier der Inhalt, von der KI zusammengefasst:
Auf der Hauptversammlung der Siemens AG in München begann der Tag – nach obligatorischem Sicherheitscheck – in der Olympiahalle mit Introvideo und der Eröffnung durch ARV Jim Hagemann Snabe. Zwischen Telepromptern (inklusive rot markierter Pausen) und durchaus beachtlicher Verpflegung wurde zunächst der formale Teil abgearbeitet.
CEO Roland Busch präsentierte solide Zahlen, brachte ein paar technische Anschauungsobjekte mit auf die Bühne und bekam prominente Unterstützung von NVIDIA-Chef Jensen Huang, der die Zusammenarbeit mit Siemens lobte. 8 % des Umsatzes fließen weiterhin in Forschung und Entwicklung – die „One Tech Company“-Strategie soll also kein leeres Schlagwort bleiben.
Es gab personelle Abschiede im Vorstand, Berichte zu Aktienrückkäufen und Mitarbeiterbeteiligung sowie eine gut besuchte Generaldebatte (Präsenz: 63,29 %). Nach rund 6,5 Stunden Reden, Diskussionen, Eis und Mittagessen ging es schließlich zur Abstimmung – typisch Hauptversammlung: viel Technik, viel Strategie, viel Buffet.
Ich bin leider etwas zeitiger abgedüst. Normalerweise nutze ich die Zeit noch ein wenig um zu arbeiten, aber Laptop war ja draußen.

Fazit
Tja, im Grunde eine solide HV. Nervig waren die Sicherheitsbestimmungen. Wird, denke auch anderen größeren HVs nicht besser werden. Traurige Entwicklung.
Ob ich nächstes Jahr hinfahre? Bin ich mir aktuell nicht sicher, aber vielleicht findet es ohnehin wieder virtuell statt.
Ansonsten ist Siemens eine solide Aktie. Dividende fließt jedes Jahr, seit vielen Jahren.

