Schufa-Score abfragen – so geht’s

Einmal im Jahr kann man seinen Schufa-Score kostenlos per Brief abfragen. Meiner liegt aktuell bei 98,21 %.

Einmal jährlich hat jede Person das Recht, kostenlos eine Auskunft über die bei der Schufa gespeicherten Daten zu erhalten – inklusive Score. Das macht die Schufa nicht aus purer Nächstenliebe, sondern weil sie gesetzlich dazu verpflichtet ist.

Konkret fordert man dafür eine sogenannte Datenkopie nach Art. 15 DS-GVO an. Der entsprechende Link ist auf der Schufa-Website eher gut versteckt, lässt sich aber finden. Nach Eingabe einiger persönlicher Daten funktioniert die Abfrage problemlos. Wenige Tage später landet die Auskunft ganz klassisch per Post im Briefkasten.

Ich mache das aus zwei Gründen:
Zum einen möchte ich wissen, ob dort irgendwelcher Unsinn oder falsche Einträge gespeichert sind. Zum anderen verursacht jede Anfrage der Schufa zumindest ein bisschen Aufwand – was ich fair finde, wenn mit meinen Daten Geld verdient wird. Bekannte hatten nämlich schon Fälle, in denen wegen fehlerhafter Einträge eine Autofinanzierung abgelehnt wurde.

Bei meinen bisherigen Abfragen war nichts wirklich Überraschendes dabei. Teilweise ist fast interessanter, was nicht gespeichert ist. Mein Bankkonto taucht auf (vermutlich wegen der Kfz-Versicherung), mein Handyvertrag hingegen nicht. Wobei man natürlich nicht vergessen darf: Es gibt auch noch andere Auskunfteien.

Mein aktueller Score liegt also bei 98,21 %.

Die KI ordnet das so ein:

Top-Bonität im Blick: Der SCHUFA-Basisscore
Ein Basisscore von 98,21 % ist ein erstklassiges Ergebnis und steht für eine hervorragende Bonität. Er signalisiert ein minimales Ausfallrisiko und wirkt sich positiv auf Anfragen bei Banken oder Vermietern aus.

Zur Einordnung nutzt die SCHUFA ein Stufenmodell: Werte über 97,22 % fallen in die höchste Kategorie („Hervorragend“). Darunter folgen Abstufungen wie „Gut“ (ab ca. 93,5 %) bis hin zu „Ungenügend“ bei Werten unter 30 %. Der Score spiegelt dabei eine statistische Erfüllungswahrscheinlichkeit wider – je höher der Wert, desto besser das finanzielle Gesamtbild.

Also: Alles im grünen Bereich.
100 % erreicht man ohnehin praktisch nie. Gerüchten zufolge soll es ja schon zu Abwertungen kommen, wenn man im „falschen“ Viertel wohnt.

Fazit

Die Abfrage kostet nichts, und ein bisschen Arbeit dürfen sie dafür ruhig haben. Außerdem ist es durchaus spannend zu sehen, welche Daten gesammelt wurden und welche Unternehmen Anfragen gestellt haben.
Kurz gesagt: Einmal im Jahr lohnt sich der Blick.

3 Kommentare

  • Die Mär vom „einmaligen“ Anspruch pro Jahr hält sich hartnäckig. Dabei kennt die DSGVO keine derartigen Fristen.

    Die Datenkopie kann im Grunde jederzeit eingefordert werden – besonders dann, wenn man bei einem Vertrag die Tür vor der Nase zugeschlagen bekommen hat und nun wissen will, wer da im Hintergrund am finanziellen Leumund herumgepfuscht hat. Erst wenn man die Herrschaften in Wiesbaden mit täglichen Anfragen bombardiert oder die Neugier in offenkundigem Unfug ausartet, darf die Schufa den Riegel vorschieben. Bis dahin gilt: Nicht mit fiktiven Jahresfristen abspeisen lassen – das Recht auf Auskunft hat kein Verfallsdatum.

  • Paul

    Super. Werde ich auch gleich machen. Bin gespannt.
    Viele Grüße
    Paul

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