Wer noch etwas hat, dem wird genommen

Steuervorschlag: Immobilien höher besteuern

Die Politik ist bekanntlich ständig auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Jetzt hat Marcel Fratzscher wieder einen besonders kreativen Vorschlag präsentiert: Immobilien könnte man doch einfach stärker besteuern.

Die Begründung ist bemerkenswert ehrlich. Während anderes Kapital schnell irgendwo auf der Welt verschwindet, gelten Immobilien als ideales Ziel. Ein Haus lässt sich schließlich nur schwer ins Ausland verlagern. Wer Grund und Boden besitzt, ist also ein dankbares Objekt für neue Abgaben.

Und natürlich soll der Griff in die Tasche nicht nur einmal erfolgen, sondern möglichst regelmäßig:

starke, regelmäßig aktualisierte Grundsteuer sowie eine konsequente Besteuerung von Wertsteigerungen bei Immobilien

Man kann sich lebhaft vorstellen, wie solche „Aktualisierungen“ in der Praxis aussehen: Die Bewertungen steigen und mit ihnen die Steuerlast.

Da die Grundsteuer zudem auf die Mieten umgelegt werden kann, dürfte das Ganze wenig überraschend auch bei den Mietern ankommen. Wenn die Mieten dann wieder steigen, wird die Politik vermutlich betreten dreinschauen, ein paar Krokodilstränen verdrücken und anschließend auf die „gierigen Vermieter“ zeigen.

6 Kommentare

  • Paul

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Umlage der Grundsteuer auf die Mieter verschwindet. Außer es gäbe grundgesetzliche Probleme.
    Grüße
    Paul

    • admin

      Servus Paul, kann ich mir vorstellen, dass solche Forderungen kommen werden, bzw. dass sowas auch umgesetzt wird. Aber die Kosten verschwinden ja nicht, dann steigt halt die Kaltmiete am Ende.
      Gruß Andy

  • Anonym

    die Steuerfreiheit nach 10 Jahren verstehe ich halt nicht. Ist halt unfair im Vergleich zu Aktien. Das sollte man halt schon ändern.
    wobei ich natürlich für Steuerfreiheit für beide Anlageklassen nach 10 Jahren wäre.

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